Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Nostalgie, Du charmantes Ding!

25 Jahre, 132 Hefte, 58 Siege

Das Zeugwartdenkmal

Neues von den Alten



Neues von den Alten

Lange nichts gehört von THOMAS SOBOTZIK (43), gell? Nun ist der gute Mann, der von 1995 bis 1997 seine Fußballschuhe für uns am Millerntor geschnürt hatte und zuletzt bis 2011 beim hessischen Kreisoberligisten 1. FC 09 Oberstedten gegen den Ball trat, vom Drittligaabsteiger Chemnitzer FC angeheuert worden. Dort übernahm der gebürtige Pole (eigentlich: Tomasz Sobocki) auf Wunsch des Insolvenzverwalters den Posten des Sportdirektors. Genau ein Jahr, nämlich in der Spielzeit 1995/96, kickte Sobotzik gemeinsam mit RALF BECKER (47) für die Braunweißen. Nun hat sich der in Baden-Württemberg aufgewachsene Becker zumindest finanziell verbessert: Als scheidender Geschäftsführer Sport bei Holstein Kiel schloss er sich im Mai dem Neu-Zweitligisten Hamburger SV an, wo er nun bis 2021 vertraglich als Sportvorstand gebunden ist. Auch PETER KNÄBEL (51) und TORSTEN FRÖHLING (52) kickten eine Weile gemeinsam am Millerntor – nämlich Anfang der 1990er Jahre. Nun führt der FC Schalke 04 die beiden wieder zusammen: Knäbel, der ÜS berichtete bereits in der vergangenen Ausgabe im Rahmen dieser Rubrik, dort seit April „Technischer Direktor Entwicklung“, holte Fröhling als Neu-Coach der in der Oberliga Westfalen ansässigen U23-Mannschaft. „Wir denken, dass er genau der richtige Mann für die anstehenden Aufgaben ist“, freute sich U23-Manager GERALD ASAMOAH (39) anlässlich der Verpflichtung. Nicht mehr in Amt und Würden ist hingegen der 60-jährige HELMUT SCHULTE, der seinen Job als Leiter der Lizenzspielerabteilung beim 1. FC Union Berlin nach gut zwei Jahren zum Saisonende abgeben musste. Als Schulte noch Chefcoach bei unserem FC war, kickte zweieinhalb Spielzeiten lang auch ANDRÉ BISTRAM (56) in unseren Reihen: Von Anfang 1988 bis Sommer 1990 bestritt der gebürtige Eutiner vier Erst- und fünf Zweitligapartien für uns. Seit dem 1. Mai ist der frühere Stürmer, der zuletzt in der Saison 2012/13 als Trainer bei Schleswig 06 agierte, nun Bistro-Betreiber im Freibad von Kropp (Nähe Schleswig). Nach einer Umstrukturierung der Vereinsführung Anfang Juni hat die Spielvereinigung Greuther Fürth ihren bisherigen Sportdirektor RACHID AZZOUZI (47) zum Geschäftsführer Sport befördert. Eine Art Adelung ist wohl auch die Berufung des 24-jährigen KWASI OKYERE WRIEDT in den Kader der Nationalmannschaft Ghanas. „Otschi“, der seinerzeit bei uns leider nicht über Einsatzzeiten in unserer U23 hinauskam, debütierte am 30. Mai in der Partie gegen Japan, als er in der 83. Spielminute beim End-Spielstand von 2:0 eingewechselt wurde. Am Ende ebenfalls in unserem Nachwuchsteam nicht zum Zuge kam der spätere Futsal-Nationalspieler STEFAN WINKEL (28), der über die nachfolgenden Zwischenstationen HSV II, Altona 93, TSV Havelse, VfL 93, SC Condor, SC Poppenbüttel und Teutonia 05 nun beim Hamburger Oberligisten TSV Sasel gelandet ist. In der selben Staffel arbeitet zukünftig auch YUSUF AKBEL (34), der vor eineinhalb Jahrzehnten 21 Partien für unsere Regionalliga-Elf bestritt und danach einige Jahre im türkischen Profifußball mitgemischt hatte. Der bisherige Co-Trainer von Teutonia 05s Zweiter wechselte nun in gleicher Funktion zu Barmbek-Uhlenhorst, wo er zukünftig MARCO STIER assistieren wird. Auch der 40-jährige MARIUS EBBERS war zuletzt Co-Trainer – beim SC Victoria nämlich; hat nun aber zum Saisonwechsel seine Assistenztätigkeit unter Chefcoach Richter berufsbedingt (was immer dies auch heißen mag) beendet. Noch längst nicht am Ende ist hingegen die Fußballtrainer-Laufbahn des ein Jahr jüngeren ZLATAN BAJRAMOVIC – im Gegenteil: Unlängst übernahm der waschechte Hamburger die Cheftrainer-Position der in der A-Bundesliga (Südwest) kickenden U19 des Karlsruher SC. Für ANDREAS „BOLLER“ JESCHKE (51) eröffnen sich ebenso neue Perspektiven: Jeschke übernahm die neu formierte Reserve-Mannschaft von Komet Blankenese, die in der B-Kreisklasse 5 ihr Bestes gibt. Zuletzt hatte der Ex-Stürmer in Pinneberg und Henstedt-Ulzburg das gnadenlose Zepter auf der Bank geschwungen. Auch der Deutschrusse EUGEN HELMEL – ehedem U23-Kicker St. Paulis – wurde zwischenzeitlich als Trainer gefeuert: nämlich bereits im März beim Hamburger Sechstligisten FK Nikola Tesla. Nun traut sich Helmel allerdings auch schon wieder einen Part als Spieler zu. „ … noch immmer mindestens Landesliga …“, so der 33-Jährige. Nur kurze Zeit nach dem Rauswurf des gleichaltrigen JÖRN GROSSKOPF beim TSV Wedel im April (der ÜS berichtete in der vergangenen Ausgabe an dieser Stelle) hat sich mit DANIEL DOMINGO (42) ein anderer Ex-St.-Paulianer langfristig als Coach an den Oberligisten gebunden. Domingo agierte zuletzt als Manager bei Concordia, zuvor als Großkopfs Co-Trainer in Wedel sowie lange Jahre als Jugendtrainer bei unserem FC. Großkopf selbst übernahm, nach krankheitsbedingtem Rücktritt von Trainer Marco Fagan, Anfang Juli die Übungsleitung beim Hamburger Oberliga-Aufsteiger HEBC – übrigens dessen Heimatverein bis zum Wechsel 1988 zum FC St. Pauli. Im Nachwuchsbereich des FC St. Pauli, der ja lange Zeit auch von Domingo und Großkopf geprägt wurde, gab es Anfang Juni einige aktuelle Veränderungen: Unter anderem übernahm dabei TIMO SCHULTZ (40), der bis dahin die U17 trainiert hatte, die U19-Mannschaft von REMIGIUS ELERT (41), der einige Zeit auch die hauseigene U23 unter seinen Fittichen hatte. Und was macht Elert jetzt? In der offiziellen Pressemittteilung vom 4. Juni heißt es mehr als schwammig: „Zwecks weiterer Professionalisierung versuchen wir Remi für das Lizenzscouting zu gewinnen. Wir befinden uns diesbezüglich in guten Gesprächen.“ Aha! Ein anderer Bekannter versucht sich nun als Übungsleiter in der Heimat des Fußballs: DANIEL STENDEL (44) übernahm den Trainerjob beim englischen Zweitliga-Absteiger FC Barnsley. Stendel hatte davor bis März 2017 Hannover 96 gecoacht. Einen gewaltigen Sprung nch oben im Trainergenre vollführte OLAF JANSSEN: Der 51-Jährige wechselte vom Fast-Aufsteiger Viktoria Köln (Regionalliga), wo er erst im Januar 2018 als Bankchef gemeinsam mit Stellvertreter PATRICK GLÖCKNER (42) angefangen und der ihm zuletzt am Millerntor als Assistent gedient hatte. Janßen trat unter Bruno Labbadia den Co-Coach-Job beim Erstligisten VfL Wolfsburg an, Glöckner wurde Janßens Nachfolger in der Domstadt. Von 2000 bis 2003 kickte DUBRAVKO KOLINGER (42) beim FC St. Pauli, davon zwei Spielzeiten gemeinsam mit ANDRÉ TRULSEN (53). Beide verdienen mittlerweile ihre Brötchen in der Trainerbranche, und für beide ist der Sommer 2018 eine mindestens kleine Zäsur. So kehrt Trulsen nach sieben Jahren St.-Pauli-Abstinenz und vier Co-Trainer-Tätigkeiten seither als zweiter Assistent von Markus Kauczinski zurück ans Millerntor, und Kolinger muss nach zwei Oberligasaisons beim FC Nöttingen (zuvor zwei Jahre im Jugendbereich) dort die Segel streichen. Ebenfalls nicht mehr als Chef auf der Bank sitzt der 48-jährige HENNING BÜRGER, der den Staffelstab bei der Zweiten Eintracht Braunschweigs zum Saisonwechsel an seinen spielenden Assistenten Deniz Dogan übergeben musste. Bürger wurde nun Co-Trainer bei der U17 VfL Wolfsburgs. Demnächst in höhere Gefilde des Übungsleiter-Genres begeben sich mutmaßlich PATRICK MÖLZL (37) und der drei Jahre ältere ARNE BAREZ, der bis Mitte der 1990er in der Jugend sowie der U23 des FC St. Pauli gekickt hatte und die vergangenen Jahre als Jugend-Cheftrainer bei Preußen Münster agierte: Beide begannen am 18. Juni im Rahmen des 65. Fußballlehrer-Lehrgangs ihre Ausbildung für die hiesig höchste Lizenz. Trainer war er zwar nie, aber kickte mal beim FC St. Pauli, war dort auch mal Präsident und leitet in gleicher Funktion seit immerhin schon 15 Jahren die Geschicke von Regionalligist Eintracht Norderstedt. Die Rede ist von REENALD KOCH (58), der im Juni auf dem Verbandstag des Norddeutschen Fußballverbandes zum Vorsitzenden des neu geschaffenen Regionalliga-Ausschusses gewählt wurde. Präsident war er zwar noch nicht, aber als „Sir“ kennen ihn nahezu alle Fußball-Interessierten: CHARLES TAKYI (33), zuletzt beim Drittligaaufsteiger KFC Uerdingen verletzungsbedingt fast gar nicht mehr auf dem Platz, bekam erwartungsgemäß dort keinen Anschlussvertrag. Auch der zwei Jahre ältere ALEXANDER „ALEX“ MEIER wurde bei Eintracht Frankfurt nicht weiterbeschäftigt. Was für deutliche Proteste in der Anhängerschaft führte und sogar in eine „Meier muss bleiben“-Demo mündete, zu der allerdings dann doch nur etwa 500 Menschen kamen, obwohl man mit der etwa fünffachen Menge gerechnet hatte. Dessen Namensvetter, nämlich der 24-jährige SEBASTIAN MAIER, wechselte nach zwei Jahren Hannover 96 (27 Einsätze, zwei Tore) ablösefrei zum VfL Bochum, wo ein Kontrakt für drei Spielzeiten unterzeichnet wurde. Auch St. Paulis Ex-Däne JACOB RASMUSSEN (21) wechselt: von Rosenborg Trondheim (eigentlich: Rosenborg Ballklub) zum italienischen Serie-A-Verein FC Empoli nämlich. Nicht ganz so nett sieht’s für MICHAEL GÖRLITZ (31) aus, der, nach nur einem knappen halben Regionalligajahr beim TSV 1860 München (sechs Einsätze), dort wieder abserviert wurde. Ausgeliehen war bekanntlich MARVIN DUCKSCH (24) – an Holstein Kiel – und wurde nun, ein Jahr vor Vertragsende beim FC St. Pauli, für roundabout zwei Millionen Euro als Sockelbetrag (plus optionaler Zusatzzahlungen) an Bundesligaaufsteiger Fortuna Düsseldorf abgegeben. Eine wohl für alle Beteiligte gute Entscheidung. Zurück zum englischen Premier-League-Absteiger Stoke City ging es zum Saisonschluss stante pede für THIBAUD VERLINDEN (19), der erst im Januar am Millerntor als Leihspieler angeheuert hatte. Nach lediglich zwei Einsätzen für die U23 fragt man sich schon, was das sollte und welcher Nutzen grundsätzlich aus der Kooperation mit Stoke gezogen werden soll. To be continued… Ebenfalls ausgeliehen wurde nun aktuell MAURICE LITKA (22) – und zwar an den Klub, der mit Takyi nicht mehr weiterplanen wollte: für zunächst ein Jahr geht’s für ihn nach Krefeld-Uerdingen. Allerdings muss der Arme zwischenzeitlich einige Wochen pausieren, weil er sich Ende Juni im Schwimmbad einen mehrfachen Bänderriss in der Schulter zugezogen hat. Ganz losgelöst vom FC St. Pauli hat sich der ein Jahr ältere KYOUNG-ROK CHOI und schloss sich mit einem Dreijahresvertrag zur neuen Saison dem Drittligisten Karlsruher SC an. Dafür wurde bekanntlich der bereits zwei Mal in Etappen vom SC Freiburg ausgeliehene MATS MØLLER DÆHLI fortan fest an den FC St. Pauli gebunden: der 23-Jährige unterschrieb bis 2021. Nur bis 2020 verpflichtete sich DENNIS DAUBE (29), der zuletzt drei Jahre für Union Berlin an der Alten Försterei auflief und zukünftig Teamkollege Litkas am Niederrhein sein wird. Ihre Heimpartien tragen die Uerdinger allerdings im ehemals Wedaustadion genannten MSV-Rund in Duisburg aus. Apropos MSV Duisburg: Dorthin zog es – neben JOHN VERHOEK (nachzulesen im letzten ÜS) – nun nicht nur RICHARD SUKUTA-PASU (28), der ablösefrei und für zwei Jahre vom SV Sandhausen kommt, sondern auch JOSEPH-CLAUDE GYAU (25), der 2012/13 als Leihspieler von der TSG Hoffenheim 17 Mal für die Millerntorkicker auflief. Vom SV Wehen Wiesbaden zum VfR Aalen ging PATRICK FUNK (28) in seine Geburtsstadt, wo er einem Vertrag für drei Saisons zustimmte. Dem Hamburger Oberligisten Teutonia 05 schloss sich zur neuen Spielzeit der auch schon 30-jährige DAVIDSON EDEN an, der dafür den Lüneburger SK verließ. Ebenfalls in der Oberliga wird in der kommenden Spielzeit LEROY-JACQUES MICKELS (23) spielen, der 2016 in der Rückrunde für die U23 St. Paulis einige wenige Male aufgelaufen war. Mickels wechselte innerhalb der Oberliga Niederrhein vom 1. FC Monheim zur SpVgg Velbert 02. Ligatreu, allerdings vier Staffeln höher, bleibt außerdem der 27-jährige DANIEL GINCZEK: Quasi im Tausch wurde der gebürtige Arnsberger – mutmaßlich auf eigenen Wunsch – vom VfB Stuttgart zum VfL Wolfsburg transferiert, wo er bis 2022 unterschrieb. Im Gegenzug kehrt Daniel Didavi nach zwei Jahren niedersächsischer Provinz zurück in die Schwabenmetropole. Auch ohne Klassensprung verbleibt BENTLEY BAXTER BAHN (25) in der hiesigen 3. Liga: vom FSV Zwickau zog es BBB zum Halleschen FC. Mal wieder etwas Luftveränderung brauchte offenbar auch der reiselustige LUKASZ SOSNOWSKI (31), den es vom Klub Kosova zum Rahlstedter SC (beide Hamburger Landesliga) zog – sein vierzehnter Wechsel innerhalb der letzten elf Jahre. Der 31-jährige DIRK PREDIGER, der aus der Spielzeit 2006/07 vier plus 22 Auftritte bei unseren Profis und „Amateuren“ vorzuweisen hat, wechselte nun berufsbedingt vom Oberligisten SSV Reutlingen zum Landesligisten GSV Maichingen in Sindelfingen. Ein paar Bundesländer nördlicher verließen jetzt zwei andere ehemalige St.-Paulianer ihren Verein: Nach dem Abstieg aus der 3. Liga der Zweiten Werder Bremens beendete zum einen RAFAEL KAZIOR 35-jährig nach 55 Zweit-, 172 Dritt-, sowie 208 Viertligapartien seine aktive Laufbahn und verstärkt das dortige vereinseigene Videoanalyse-Team. Fürs Karriereende ist der 22-jährige DENNIS ROSIN natürlich noch ein wenig zu jung, doch bei Werder Bremens Regionalligateam wollte man nicht länger auf ihn bauen. Nun ist Rosin (Stand: Redaktionsschluss) auf der Suche nach einem neuen Brötchengeber. Stattdessen stieg zum 1. Juli LENNART THY ins Training des Viertligisten ein. Nach der einjährigen Ausleihe an den niederlänischen Erstdivisionär VVV Venlo plante die Profiabteilung dann endgültig nicht mehr mit dem 26-Jährigen und legte ihm einen zeitnahen Vereinswechsel ans Herz. Der erfolgte nun mit der Vertragsunterschrift beim türkischen Erstligaaufsteiger Büyüksehir Belediye Erzurumspor, wo der gebürtige Frechener sich bis 2020 verpflichtete. Der zuletzt vereinslos gebliebene KEVIN SCHINDLER (30) schloss sich dem holländischen Zweitligisten SC Cambuur-Leeuwarden an, wo er für (zunächst) eine Spielzeit engagiert wurde. Der gleichaltrige PIERRE BECKEN, Ex-U23-Kicker, hat ebenfallls einen neuen Dienstherren gefunden: der insolvente Drittligaabsteiger Rot-Weiß Erfurt (jetzt Regionalliga) nahm den gebürtigen Flensburger unter Vertrag. Becken kommt vom Berliner AK. Gleichfalls ehemaliger Kiez-Nachwuchsspieler (inklusive zweier Einsätze für die Erste) ist JEREMY OPOKU-KARIKARI (31) – und der hat im Mai seinen TuS Dassendorf (Hamburger Oberligameister) mit zwei Kopfballtreffern zum 2:0-Oddsetpokalsieg (Hamburger Pokal) gegen den TSV Niendorf geführt. MIKE EGLSEDER (25) schnürte seine Buffer 2011/12 für die braunweiße U23 und wechselte jetzt vom SV Babelsberg zum SV Elversberg. Auch JOËL KELLER (23) wurde in den letzten drei Jahren vornehmlich in unserer U23 eingesetzt, konnte am Ende aber auch immerhin zehn Auftritte in Liga Zwei vorweisen. Dennoch hat man sich zum Saisonende vom Schweizer getrennt, der beim Regionalligakonkurrenten SC Weiche Flensburg 08 aber eine neue Heimat fand – und gleich in den Partien eins und drei jeweils die glatt rote Karte sah. Ebenfalls mit neuen Arbeitgebern können der 20-jährige RUDOLF GONZALEZ VASS sowie der drei Jahre ältere und dreifache afghanische Nationalspieler BENJAMIN NADJEM aufwarten: Ersterer ist beim Südwest-Regionalligaabsteiger TuS Koblenz (jetzt Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar), der Letztgenannte beim Hamburger Fünftligisten TSV Sasel gelandet. Neue Klubs haben auch die Ex-U23-Teamkollegen IRWIN PFEIFFER (20), der zu Hertha BSC II ging, MARCELL SOBOTTA (21), der sich (lt. Cheftrainer Joachim „Piepel“ Philipkowski wegen mangelnder Perspektiven beim FC auf eigenen Wunsch) Wacker Nordhausen anschloss, der 19-jährige Ballfänger STEFAN RAKOCEVIC (Vertrag bei Regionalliga-Aufsteiger Holstein Kiel II) und der 20-jährige FYNN ROCKTÄSCHEL (jetzt Tennis Borussia Berlin) gefunden. Die U23-Zugänge LEON DEICHMANN (21) vom Lüneburger SK und NIKLAS GOLKE (18) vom FC Süderelbe sollen an dieser Stelle nur darum Erwähnung erfahren, weil der Erstgenannte der jüngere Bruder von YANNICK DEICHMANN (24), der 2016/17 bei Joachim Philipkowski im RL-Kader stand (heute beim VfB Lübeck), und der Zweitgenannte der Sohn von St. Paulis Ex-Idol ANDRÉ GOLKE ist. Noch ohne neuen Verein waren bei Redaktionsschluss die drei U23-Akteure KERIM CAROLUS (24), der 22-jährige MICHAEL AMBROSIUS (nach Piepels Aussage in den vergangenen drei Jahren ohne große Entwicklungsschritte), sowie der seit 2012 beim FC St. Pauli Bälle haltende MARVIN ZIMMERMANN (20). Zwar nicht vereinslos (Vertrag bis 2019), aber ohne Tätigkeit ist ebenfalls der Noch-Bielefelder CHRISTOPHER NÖTHE (30), der von der Arminia zwecks Neuklub-Suche freigestellt wurde. Und dann war da noch: MICHAEL THOMSEN (48), Ex-Fanladen-Mitarbeiter, Ex-ÜS-Redakteur, Ex-Nestwerk-Geschäftsführer und seit März jetzt Leiter „Corporate Social Responsibility“ beim FC St. Pauli. Das beglückwünschen wir; betrauern müssen und wollen wir hingegen abschließend das Ableben von EDGAR „EDU“ PREUß, dem Trainer der St. Paulianischen Meistermannschaft von 1972, der am 16. Juni im Allter von 88 Jahren das Zeitliche segnete. Preuß coachte die Mannschaft lediglich in dieser einen Erfolgssaison, blieb dem Verein aber stets verbunden. So trug er beispielsweise im Oktober 1990 wesentlich dazu bei, die bis heute erfolgreiche und bundesweit angesehene Traditionself des FC St. Pauli zu gründen, deren Coach er zudem viele Jahre war. Übrigens stammt auch der Satz „Wir müssen den Gegner durch ständiges Toreschießen zermürben“ nicht etwa von DIETMAR DEMUTH, sondern von eben diesem Edu Preuß.

// Ronny
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