Aus dieser Ausgabe:

Vorwort

Ultrà Sankt Pauli vs. "die normale Gegengeradenbesucherin"

„Sie sind Teil einer großen Fanszene. Manchmal ist sie solidarisch“

Denn es ist mehr als Fußball...

Das Märchen von denen, die auszogen, den Bunker zu begrünen

Neues von den Alten



Neues von den Alten

Beim FC Vaduz, dem Liechtensteiner Klub, der, nach dem Abstieg im Sommer 2017, nun schon in der zweiten Spielzeit in der zweiten Schweizer Liga mitkickt, gab es Anfang September eine Wachablösung auf der Trainerbank: Für ROLAND VRABEC (44), der Vaduz im März 2017 übernommen hatte, übernahm zunächst interimsmäßig der 53-jährige Co-Trainer THOMAS STICKROTH, der von 2014 bis 2015 bei uns als Mentalcoach aktiv war, ehe Mario Frick das Amt endgültig ausfüllte – Stickroth blieb Assistent. Ebenfalls bei den Eidgenossen – zumindest vorübergehend – ist CARLOS ZAMBRANO (29) gelandet, der nach der letzten Station Rubin Kazan (mit Ausleihe an PAOK Thessaloniki) Anfang 2018 zu Dynamo Kiew wechselte, wo er einen Vierjahresvertrag unterschrieb. Der ukrainische Rekordmeister wiederum lieh den Peruaner im September an den Schweizer Vizemeister FC Basel aus, der sich eine Kaufoption in den Leihkontrakt hat schreiben lassen. Gemeinsam mit Zambrano kickten seinerzeit unter anderem auch BENEDIKT PLIQUETT (33) und MARKUS THORANDT (37) für die Braunweißen. Pliquettbetreibt heute, neben seiner Tätigkeit als Immobilienfachkraft, die Kiezkneipe „Alkotheke“; Thorandt arbeitet, nach Sportmanagement-Bachelor, seit 2017 für die Sportagentur Lagardère. Neuer Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg ist seit dem 1. November der 47-jährige MICHAEL MEESKE, der davor drei Jahre als Finanzvorstand für Ligakonkurrent 1. FC Nürnberg gearbeitet hatte. Auch neu inAmt und Würden ist seit Mitte September HELMUT SCHULTE (61), für den der VfB Stuttgart eine neue Position im Verein geschaffen hat: Spezialscout der Leihspieler. Um exakter zu formulieren: Betreuer der drei ausgeliehenen Stuttgart-Akteure Mangala (HSV), Kaminski (Düsseldorf) und Massimo (Bielefeld). Bis mutmaßlich Jahresendesoll die Tätigkeit laut dortiger Lokalpresse (zunächst) laufen. Wahrscheinlich deutlich länger wird der neue Vertrag von STEFAN STUDER beim 1. FC Union Berlin laufen. Nachdem Studer seinen Job als Chefscout beim FC St. Pauli zum 31. Oktober fristgemäß gekündigt hatte, heuerte der 54-Jährige zum 1. November in gleicher Funktion beim Hauptstadtklub an. Nun nicht mehr als Chefscout, sondern als Sportkoordinator, agiert zukünftig St. Paulis Ex-Keeper CARSTEN WEHLMANN (46), der von der Förde an die Wasserläufe Modau und Darmbach umzog: statt Holstein Kiel heißt der Arbeitgeber nun Darmstadt 98. Eine weitere Überraschung ist wohl auch die Inthronisierung von JAN KOCIAN (60) zum Nationaltrainer Jemens. Seit dem 25. Oktober sitzt der Slowake, der zuletzt als Chefcoach in Polen (Erstligist Pogon Stettin 14/15 und Zweitligist Podbeskidzie 16/17) tätig war, im Bürgerkriegsland auf der Bank. Weiterhin Übungsleiter nennt sich auch ANDRÉ SCHUBERT (47), der, nach immerhin fast zwei Jahren „Nichtstun“, im ersten Oktoberdrittel beim Drittligaletzten Eintracht Braunschweig das Ruder von Henrik Pedersen übernahm. Nach einem 0:5 gegen Unterhaching ist hingegen MICHAEL FRONTZEK nicht mehr Chefcoach beim Zweitligaabsteiger 1. FC Kaiserslautern. Am 1. Dezember beurlaubte die Vereinsführung des Regionalligisten den 54-Jährigen nicht gänzlich überraschend. Erst ins Übungsleiter-Genre wechseln will der 34-jährige CHARLES TAKYI (zuletzt KFC Uerdingen), der seit Mai diesen Jahres Eigner der Trainer-A-Lizenz ist und aktuell (seit Anfang August) hierfür mehrere Monate bei seinem „Heimatverein“ Schalke 04 hospitiert. Und zwar in deren U19, wo Takyis damaliger Förderer/Trainer Norbert Elgert als Chefcoach agiert. Einigermaßen jählings kam am 19. August die Pressemitteilung des FC St. Pauli daher, die die Trennung von Tormann PHILIPP HEERWAGEN (35) bekanntgab. Mit sofortiger Wirkung würde der 35-Jährige auf eigenen Wunsch für Ligakonkurrent FC Ingolstadt auflaufen, wo der gebürtige Kelheimer (37 Kilometer Luftlinie bis zur Autostadt) bis Saisonende unterschrieben hat. Nach der Degradierung zum dritten Mann im St.-Pauli-Gehäuse ein nachvollziehbarer Schritt, der allerdings eine charakterlich große Lücke reißt. Heerwagen trifft dort übrigens auf FABIAN GERBER (39), der seit dem Sommer als Individualtrainer in der bayerischen Großstadt als Angestellter seine Bahnen zieht. Auch der FC St. Pauli beschäftigt neuerdings einen solchen Individualtrainer: um Top-Talente (U16 bis U19) noch schneller besser zu machen, hat NLZ-Leiter Roger Stiltz sich die Dienste von MARVIN BRAUN (36) gesichert. Um ordentlich Charakter ging es übrigens auch beim 26-jährigen LENNART THY, der in Absprache mit seinem damaligen Leihverein VVV Venlo im März eine Ligapartie aussetzte, um stattdessen eine Stammzellenspende für einen Leukämiepatienten abzugeben. Hierfür erhielt Thy, der momentan beim türkischen Erstligisten BB Erzurumspor angestellt ist, im September den Fair-Play-Preis der FIFA. Keinen Preis, aber die Rückkehr ins Team feierte im Oktober SÖREN GONTHER (31), dem nach seinem Wechsel zu Dynamo Dresden im Sommer 2017 bereits im vierten Spiel das Kreuzband riss. In der Partie beim 1. FC Magdeburg wurde der gebürtige Hesse nun Anfang Oktober in der 86. Minute erstmals wieder aufs Feld beordert. Gefreut hat sich kürzlich auch BENJAMIN ADRION (37), der seit mehr als zehn Jahren federführend für Viva con Agua die Werbetrommel rührt: In der TV-Quizshow „Ich weiß alles“ gewann unser Ex-Profi im November 100.000 Euro für sein vorbildliches Wasserprojekt. Nachzutragen wäre noch der Wechsel unseres U23-Mannes bis zur vergangenen Saison, MICHAEL AMBROSIUS (22), der zum September-Beginn beim Viertligisten Lüneburger SK Unterschlupf gefunden hat. Desgleichen bereichert auch der zwei Jahre ältere LAURYNAS KULIKAS wieder die Regionalliga Nord und kickt dort recht erfolgreich beim Aufsteiger Holstein Kiel II. Auch der 22-jährige DENNIS ROSINschnürte dereinst seine BufferaufSt. Pauli; nun schloss sich der gebürtige Hamburger nach einer Spielzeit bei Bremen II den Sportfreunden aus Lotte (3. Liga) an. Eben diese Staffel verließ im Sommer PETAR SLISKOVIC (27), als er vom Halleschen FC (zuletzt mit Leihe an Mainz 05 II) eine Etage tiefer zu Viktoria Berlin in die Regionalliga Nordost transferiert wurde. Schaut man noch zwei Staffel-Stockwerke tiefer, entdeckt man in der Landesliga Hannover einen alten Bekannten aus U23-Zeiten (2006/07): beim SV Ramlingen-Ehlershausen coacht ab der Winterpause PHILIPP GASDE (35) den Sechstligisten. Noch Regionalliga spielt DERAN TOKSÖZ, der seit Jahren im Mittelfeld des FC Eintracht Norderstedt seine Kreise zieht. Nun aber wechselt der 30-Jährige, der Anfang der 2010er für eineinhalb Jahre bei unserer U23 gekickt und in Norderstedt aus beruflichen und privaten Gründen zum Saisonende seinen Vertrag aufgelöst hatte, bereits in der Winterpause zum Hamburger Oberligisten Teutonia 05, wo er einen Kontrakt bis Mitte 2020 unterschrieben hat. Der Chronistenpflicht genügend vermelden wir zum Schluss den bereits 16 Wochen zurückliegenden Transfer von AZIZ BOUHADDOUZ (31) zum saudischen Erstligaklub Al-Batin FC, der bei Redaktionsschluss im 16er-Feld den viertletzten Rang belegte.y

// Ronny
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